Beim Pflegen gesund bleiben – Aufbauseminar 2 Pflege, Beruf und gesund bleiben – wie kann das gehen?

25 August 2025
27 August 2025

Seminbarinhalt:

  • Überblick über die gesetzliche Unfallversicherung                                        
  • Die Pflegeunfallversicherung                                        
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement                                        
  • Audit Beruf und Familie                                        
  • Besondere Problemlage                                        
  • Psychosoziale Aspekte                                        
  • Pflegesensible Unternehmenskultur                                        
  • Stressprävention                                        
  • Individuelle Netzwerke

Zielgruppe:

  • Pflegelotsinnen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
  • Pflegeberaterinnen und Pflegeberater
  • Pflegekursleiterinnen und Pflegekursleiter
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter

Hinweise/Bemerkungen

Dieses Seminar ist nur die Personen der oben genannten Zielgruppe relevant, die zusätzlich in der Angehörigenarbeit/-beratung für pflegende Angehörige tätig sind.

Die Unfallkasse NRW schult Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege! Dieses Seminar ist eines von drei benötigten Seminaren, um ein Zertifikat zum Vereinbarkeitsberatenden zu erhalten. Nach abschließender Teilnahme an der Seminarreihe "Registrierung beruflich Pflegender®" erhalten Sie ein Zertifikat zur Beraterin bzw. zum Berater für Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Bitte bringen Sie eine Decke/Matte, ein kleines Kissen sowie Sportbekleidung und Sportschuhe mit.

Durch die Teilnahme können Fortbildungspunkte für die "Registrierung beruflich Pflegender" erworben werden. Deren Anzahl entnehmen Sie bitte der Teilnahmebescheinigung.

Mittlerweile ist auf vielen Ebenen die Bedeutung der pflegenden Angehörigen bekannt. Angehörige sind mehr als die Fürsprecher für die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen. Nur wenn es den Angehörigen gut geht, kann es auch den Pflegebedürftigen gut gehen. Häufig ist es im Alltag nicht einfach, diesem Leitsatz gerecht zu werden.

Im System der häuslichen Pflege haben die pflegenden Angehörigen eine eigenständige Rolle. Dies müssen Pflegeberaterinnen und Pflegeberater sowie professionell Pflegende erkennen. Anstatt sich der Gewohnheit nach ausschließlich auf die Versorgung der Pflegebedürftigen zu konzentrieren, sollte die Pflegesituation ebenso vom Standpunkt der pflegenden Angehörigen her betrachtet werden. Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetz III bekommen die Kommunen und Beratenden in der Pflege eine neue Aufgabenstellung zugeteilt: die Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege. Es sollen zur Sicherstellung der Versorgung unter anderem neue Beratungsstrukturen erprobt werden, wodurch Information, Beratung und Zusammenarbeit vor Ort effizienter gestaltet werden können. Die pflegenden Angehörigen rücken neuerdings, auch von Seiten der Kommunen, mehr in den Fokus der Beratenden und können nun als Kunden betrachtet werden. So dürfen Beratende in der Pflege offiziell auch Zeit zur Beratung zum Gesundheitsschutz für pflegende Angehörige einplanen. Dies führt dazu, dass erstere sich umorientieren und neues Wissen rund um den Gesundheitsschutz pflegender Angehörige aneignen sollten, um adäquat und effizient beraten zu können.

Die Multiplikatoren müssen die Situation der Pflegenden genau kennen, denn die Pflege und Betreuung von hilfebedürftigen Menschen stellt hohe Anforderungen an pflegende Angehörige. Viele Menschen kommen plötzlich und ohne jegliche Vorbereitungen in die Situation, einen Angehörigen zu pflegen. Ehe man sich versieht, steht man voll und ganz in der Verantwortung. Dies kann zu starken körperlichen und psychischen Belastungen der pflegenden Angehörigen führen, die sowohl die Pflegenden als auch die Pflegebedürftigen aus ihrer Balance bringt. Deshalb wird für die Konzeption des Aufbauseminars I der Seminarreihe „Beim pflegen gesund bleiben“ der Schwerpunkt auf die Balance für nicht erwerbsmäßig Pflegende festgelegt. Themenbereiche zu diesem Schwerpunkt sind Achtsamkeitstraining, Psychohygiene sowie Beratungskompetenzen und Haltung der Beratenden. Darüber hinaus soll die Sozial- und Selbstkompetenz der pflegenden Angehörigen und der Pflegeberaterinnen und -berater gestärkt werden.

Seminarleitung

Alexandra Daldrup Alexandra Daldrup
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